Presse: WDR Radiobeitrag

Putzen lieben lernen – Linda Thomas

Putzen ist für viele die wohl unbeliebteste Nebentätigkeit der Welt. Linda Thomas hingegen sieht im Putzen Lebensqualität und schöpferisches Potential. Ein hingebungsvoll gepflegter Raum bringe Kreativität und Klarheit.

Autorin Linda Thomas gibt weltweit Seminare zum Thema "Putzen".

Es braucht nicht mehr als Mikrofasertücher, Wassersprayer, Metallschaber und Wiener Kalk. Die Putz-Anthroposophin Linda Thomas gibt weltweit Seminare zum richtigen Putzen, für Erwachsene, aber auch für Kinder. Sie selbst hat mehr als 40 Jahre geputzt, die Hälfte der Zeit leitete sie die erste ökologische Reinigungsfirma in der Schweiz.

Seit 1993 hält Linda Thomas Vorträge - vor Hauswirtschafterinnen, die umweltgerecht putzen wollen, vor Frauen, denen Hausarbeit wenig Freude macht oder vor Männern, die keine Putzmuffel sein wollen. Und die Putzexpertin fährt in Schulen, damit Kinder früh lernen, wie wichtig es ist, einen Raum in Ordnung zu halten.

Die gebürtige Südafrikanerin, die seit 1977 in der Schweiz lebt, hat Bücher über das Putzen geschrieben – ihr Erfolgsbuch "Putzen lieben?!" ist zuletzt auf Chinesisch erschienen. Sie hat in Europa und den USA, in Indien und China für mehr Liebe zum Lappen geworben, denn Linda Thomas hat eine Mission: Mehr Respekt vor Reinigungskräften, die den Dreck wegmachen.

Buchtipps
Linda Thomas (2015): Putzen lieben?!. Dornbach, Schweiz: Verlag am Goetheanum. 414 Seiten, 30 Euro. ISBN: 978-3-7235-1550-1.

Linda Thomas (2014): Frühjahrsputz. Dornbach, Schweiz: Verlag am Goetheanum. 160 Seiten, 14 Euro. ISBN: 978-3-7235-1520-4.

Redaktion: Heiko Hillebrand 


über die Autorin

Linda Thomas
Linda Thomas entwickelte eine Arbeitsphilosophie, die das Putzen in Pflegen verwandeln kann und setzte einen deutlichen Impuls für eine Umwandlung im Denken und Handeln, sowie für ein erweitertes Selbstverständnis der Haushaltungstätigkeit.

FRÜHJAHRSPUTZ

Putzen als kulturelle Tradition und andere schöne Dinge

Frühling und Großreinemachen! Das gilt nach einem langen, kalten Winter auch für uns selbst. Auf einmal sehen wir alles, was in der dunklen Jahreszeit nicht so sichtbar war: die Staubschichten, die Spinnweben… Die Fenster werden weit geöffnet, Staubwedel und Putzlappen hervorgeholt, Möbel werden weggezogen, Teppiche herausgetragen und geklopft, Bettzeug wird gewaschen, die Matratzen gelüftet.

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